Labrador Züchter suchen

Sie haben sich entscheiden einen Labrador Welpen zu kaufen und möchten natürlich den besten Züchter finden. Wichtig für das Labrador-typische Wesen ist, ob bei der Zucht darauf geachtet wurde.

Je genauer die Zuchtbestimmungen beachtet werden, je besser die Einhaltung kontrolliert wird und je genauer die Paarung der Elterntiere geplant wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das ein typischer Labrador dabei herauskommt.

Kaufen Sie Ihren Labrador niemals bei Tierhändlern oder dort, wo Ihnen die Labrador Welpen leid tun.

Das fördert langfristig eher skrupellose Züchter und die Ausbeutung der Hündinnen. Lassen Sie sich auch nicht von Billigangeboten ködern.

Es gab in der letzten Zeit auch einen großen Aufschrei, als eine große Zoohandlung im Ruhrgebiet Welpen „ins Sortiment aufnahm“ und ins Schaufenster stellte.

Wenn Sie einen kranken, falsch geprägten, nicht sozialisierten oder gestörten Labrador bekommen, weil die Zuchtbedinungen miserabel waren und die Welpen mit möglichst hoher Effizienz gezüchtet wurden, dann zahlen Sie nachher für medizinische Behandlungen und Verhaltensstörungen ein vielfaches des Preises bei einem guten Züchter.

Labrador Züchter findenEntscheiden Sie sich daher unbedingt für einen offiziell anerkannten Labrador Züchter. In Deutschland gilt das für den 1984 gegründeten Labrador Club Deutschland e.V. (LCD) aus Coesfeld (http://www.labrador.de/), der ausschließlich den Labrador Retriever züchtet.

Daneben gibt es noch den im Jahr 1963 gegründeten Deutschen Retriever Club e.V. (DRC) aus Guxhagen (http://www.drc.de/), der neben dem Labrador auch die fünf anderen Retriever-Rassen (http://www.drc.de/rassen/) züchtet.

In der Schweiz gibt es den Retriever Club Schweiz (RCS – http://www.retriever.ch) und in Österreich den Österreichischen Retriever Club (ÖRC – http://www.retrieverclub.at).

Zuchtvereine für den Labrador

Der offizielle Dachverband der anerkannten Rassehundezuchtverbände in Deutschland ist der Verband für das deutsche Hundewesen (http://www.vdh.de/). Der VDH richtet sich wiederrum nach der in Brüssel beheimateten FCI (Federation Cynologisque International).

Diese globale Institution ist für die Anerkennung einer Hunderasse zuständig. Aktuell gibt es 328 Hunderassen. Die FCI gibt Regeln für die Zucht, Ausstellungs- und Prüfungswesen vor, an die sich die nationalen Verände halten müssen. Diese sind den Rassezuchtverbände im VDH angegliedert. In Deutschland sind das die oben genannten LCD nd der DRC.

Es gibt eine strenge Zuchtordnung zum Schutz der Tiere. Damit ein Labrador zur Zucht zugelassen wird, muss er zahlreiche Tests bestehen.

Dazu zählen ein Wesenstest, medizinische Untersuchungen auf erbliche Krankheiten, Röntgen von Hüften und Ellenbogen und eine allgemeine Beurteilung.

Ebenfalls gibt es eine Augenuntersuchung durch speziell qualifizierte Tierärzte.

Gibt es auch nur bei einem der zahlreichen Kriterien einen Zuchtauschluss, bekommt ein Labi keine Zulassung.

Woran erkennen Sie einen guten Züchter?

Verlassen Sie sich nicht auf die Hochglanzflyer oder Homepages der Züchter, sondern besuchen Sie die Züchter vor Ort. Das ist mit Aufwand und Kosten verbunden, schütze Sie aber davor, an einen schlechten Züchter zu geraten. Besuchen Sie auch mehrere Züchter, damit Sie einen Vergleich ziehen können. Hier können Sie bequem Labradorzüchter in Deutschland suchen.

Schon der erste Eindruck sollte viel über einen Züchter verraten. Wirken die Zuchthunde und Welpen gesund und munter? Sie die Tiere kontaktfreudig und aufgeschlossen? Ist es sauber? Liegt der Aufzuchtbereich in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses? Haben die Welpen viel Auslauf und verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten, bei denen sie ihre Sinne schulen können? Dürfen die Labrador Welpen auch mit den Besuchern spielen? Beantwortet der Züchter ohne Umschweife alle ihre Fragen? Zeigt er ihnen alle Papiere und Ausweise sowie seine Zuchtzulassungsbescheigung?

Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, haben Sie vermutlich einen guten Labrador Züchter gefunden.

Checkliste: Folgende Punkte sollten Sie bei Auswahl berücksichten:

  • Anzahl Hunde – Der Züchter hat nur wenige Hunde. Diese werden nicht im Zwinger gehalten, sondern haben Familienanschluss.
  • Anzahl Würfe –  Er hat nur einen, maximal zwei Würfe gleichzeitig
  • Alltägliche Geräusche – Lernen die Welpen schon Geräusche wie einen Staubsauger, einen Fön, die Küchenmaschine, Rasenmäher, Radio, TV und andere Laute kennen? Kennen Sie Autos? Evtl. fahren die Welpen schon mal mit. usw.
  • Umgebung – Die Welpen haben Kontakt zu verschiedenen Menschen. In der Umgebung gibt es abwechslungsreiche Betätigungsmöglichkeiten und Hundespielzeug
  • Zustand der Welpen – Die Junghunde sind munter, sauber und wirken nicht abgemagert. Sie haben keine aufgeriebenen Bäuche (Wurmbefall). Hinterteil, Schnauze und Augen weisen keine Verkrustungen auf.
  • Andere Hunde– Nicht nur die Welpen, auch die anderen Hunde wirken freundlich und zeigen keine Aggressivität
  • Dokumente und Unterlagen – Der Züchter legt ihnen bereitwillig alle wichtigen Unterlagen vor. Dazu gehören tierärztliche Untersuchungsergebnisse als auch Zulassungsunterlagen für die Zucht.
  • Muttertier vor Ort – das Muttertier ist vor Ort und sieht gesund und munter aus. Wenn die Hündin nicht vor Ort ist, sollten Sie den Züchter ausschließen.
  • Keine Zusagen am Telefon – der Züchter sagt Ihnen nicht sofort einen Welpen zu, sondern möchte zunächst Sie und ihre Familie kennen lernen.
  • Mehrfachbesuche – Sie können ohne weiteres den Welpen öfters besuchen.
  • HD und ED Röntgen – der Züchter sagt Ihnen, dass Sie den Labrador später auf HD und ED röntgen sollen. Das sind genetische Erkrankungen der Hüftgelenke und Ellenbogen. Mehr dazu auf der Seite Gesundheit.
  • Hilfe bei der Auswahl – der Züchter kennt den Wurf, weil er sich intensiv mit Ihnen beschäftigt. Er sagt Ihnen, welcher Welpe zu Ihnen passen kann.
  • Rat und Tat – ein guter Züchter steht Ihnen auch nach dem Kauf für Fragen zur Verfügung. Er interessiert sich für die Entwicklung, damit er sich ein Bild von der Qualität der Verpaarung machen kann.

Der Rüde wird in der Regel nicht vor Ort sein. Die Züchter suchen in der Regel für jeden Wurf einen anderen Rüden. Das sorgt für genetische Vielfalt. Sie können sich aber die Zuchtzulassungsunterlagen des Deckrüden in Kopie mitgeben lassen.

Hier können Sie bequem Labradorzüchter in Deutschland suchen.