Die ersten Tage zuhause

Es ist soweit! Zirka 8 Wochen nach der Geburt können Sie den Welpen beim Labrador Züchter abholen und der Hund zieht bei Ihnen ein.

Folgende Vorbereitungen können Sie bereits treffen. Sie können die gleichen Maßstäbe ansetzen, als ob Sie ein Baby bekommen würden. Hunde riechen aber viel besser als Menschen und sind schneller mobil. Daher gilt hier noch mehr Aufmerksamkeit.

Tipp: Machen Sie auch noch mal einen Großeinkauf. Der Welpe braucht in den ersten Tagen eine rundum Betreuung und kann nicht alleine gelassen werden.

Und auf das Erlebnis, mit einem pinkelden Welpen Samstag Mittags in einem Supermarkt in der Kassenschlange, darauf kann man sicher verzichten.

Machen Sie Ihr zuhause Welpensicher:

  • Entfernen Sie giftige Pflanzen
  • Räumen Sie Chemikalien, harten Alkohohl und ähnliches aus. Auch Welpen können evtl. Schränke mit Druckverschluss öffnen.
  • Verbergen Sie freiliegende Stromkabel, auch Kabel für Boxen, u.ä.
  • Entfernen Sie alles aus dem Schwanzwedelbereich. Die Rute des Labrador ist sein Markenzeichen und oft im Einsatz.
  • Legen Sie größere, rutschige Böden mit Teppichen aus. Da kann für den Übergang auch ein einfacher Teppich aus dem Baumarkt sein.
  • Falls Sie eine Garten besitzen: Zäunen Sie Beete, den Gartenteich, Kellerschächte n.ä. mit einem Zaun aus dem Baumarkt ein.
  • Sperren Sie Treppen ab, ähnlich wie bei einem Kleinkind.

Die Abholung beim Züchter

Labrador beim Züchter abholenPlanen Sie die Abholung beim Züchter so ein, dass Sie gegen Mittag wieder zuhause sind. So kann sich der Welpe noch vor der ersten Nacht an sein Neues zuhause gewöhnen. Nehmen Sie bei der Abholung eine Hundeleine und Halsband, sowie eine Rolle Küchenpapier und Wasser mit. Machen Sie alle 150 Kilometer Fahrtstrecke eine Pause.

Die Welpen werden beim Züchter geimpft (Fragen Sie sicherheitshalber noch einmal nach). Sie erhalten neben dem Kaufvertrag auch einen Impfausweiss. Ihr Labrador Welpe ist mit einem Mikorchip versehen.

In den Papieren sind die Impfungen und die Mikrochip-Nummer versehen. Die Nummer sollte auch im Kaufvertrag stehen. Sie sollten aus den Papieren ersehen können, wann die nächste Impfung fällig ist.

Auch die Entwurmung sollten Sie daraus erkennen. Aus dem Wurfabnahmeprotokoll sollten Sie alle Infos über die Eltern des Hundes, den Futterplan und die Aufzuchtbedingungen erfahren.

Die meisten Labrador Züchter stellen einen Ordner mit diesen Informationen zusammen. Fragen Sie danach. Sie sollten ebenfalls die Ahnentafel des Hundes erhalten, bei dem Sie dann als Besitzer eingetragen werden.

Die Heimfahrt

Auf dem Weg vom Züchter zurück nach Hause sollten Sie am besten zu Zweit fahren. So kann sich während der Fahrt eine Person um den Labrador Welpen kümmern. Wenn ihr Welpe vom Züchter bereits an eine Transportbox gewöhnt ist,, kann er die Fahrt darin verbringen. Sonst nehmen Sie ihn einfach auf den Schoss. Fragen Sie Ihren Züchter danach. Lassen Sie den Welpen bei Pausen aber nie von der Leine.

Zuhause angekommen

Wenn Sie zuhause angekommen sind, gehen Sie als erstes an die Stelle, an dem er zukünftig liegen soll. Geben Sie dem Hund Zeit.

Er will seine neue Umgebung erkunden. Legen Sie sich einfach zu ihm auf dem Boden, um erstes Vertrauen zu gewinnen. Ist er vom Wesen her ein „Kuschelhund“, wird er sich vielleicht an sie kuscheln. Wenn er nach der Fahrt müde ist, lassen Sie ihn schlafen.

Geben Sie dem Hund Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und zwingen  Sie ihm auch keinen Kontakt auf. Sicher hat er etwas Hunger. Geben Sie ihm Futter und Wasser. Verzweifeln Sie nicht, wenn der Welpe das Essen zunächst ablehnt. Einige Tiere haben in den ersten Tagen Umstellungsschwierigkeiten und daraus bedingt wenig Appetit.

Die ersten Tage zuhause

Die ersten Tage zuhauseIn den ersten Tagen zuhause sollte der Welpe nur die Familie und damit die Bezugspersonen kennenlernen. Auch wenn Sie stolz auf Ihren Labrador sind, sollten Sie Bekannte, Verwandte und Freunde auf später vertrösten. Nach der Eingewöhungsphase kann der Hund auch an weitere Menschen gewöhnt werden.

Gerade in den ersten Tagen neigt man dazu, die Welpen zu herzen und mit Liebe zu überschütten. Denken Sie aber daran, dass auch (und gerade) der Welpe seine Ruhephasen braucht. Noch wichtiger ist, dass der Welpe sofort lernen muss, dass er nicht ständig im Mittelpunkt steht.

So schwer es Ihnen vielleicht fällt, dies ist ein wichtiger Baustein im Leben des Labradors. Eine Hundebox kann hier Hilfe schaffen und dem Hund einen Rückzugsraum bieten.

Machen Sie in den ersten Tagen auch keine Ausflüge und überfordern Sie Ihren Labrador Welpen nicht. Die Umstellung auf Ihr Haus und Ihren Garten „stresst“ den Welpen schon mehr als genug.

Stubenreinheit

Auch wenn Welpen relativ schnell stubenrein werden, ist in den ersten Tagen zuhause etwas Geduld gefragt. Wenn der Welpe pinkeln muss, dreht er sich oft im Kreis und geht in die Hocke. Dann heißt es, den Labrador Welpen packen und schnell in den Garten oder vor die Tür bringen.

Am besten ist er immer in Ihrer Nähe, denn nur dann haben  ihn andauernd im Blick. Und nur dann werden Sie merken, wenn es Zeit ist, das Geschäft zu verrichten.

Weitere Infos, wie Sie den Labrador Welpen schnell stubenrein bekommen, finden Sie unter http://labradorwelpen-infos.de/hundeerziehung/welpe-stubenrein/.