Vor dem Kauf

Der Labrador Retriever ist ein kräftiger, temperamentvoller und intelligenter Hund mit großem Arbeitswillen und hoher Ausdauer. Der urtümliche Jagdhund steckt immer noch in den Genen dieses Vierbeiners.

Um ein Negativerlebnis für Mensch UND Hund zu vermeiden , sollten Sie vor dem Kauf eines Labrador Retriever einige Fragen beantworten. In diesem Kapitel und den Unterseiten haben wir versucht, wichtige Fragen zu beantworten, die sich mit der Haltung eines Labrador beschäftigen.

Informieren Sie sich ausführlich. Je mehr Sie im Voraus wissen, desto genauer können Sie einen Züchter einschätzen. Gut, wenn Sie die Hunde live in Aktion sehen können.

Auf großen Veranstaltungen wie Hundeausstellungen gibt es evtl. die Möglichkeit einen Workingtest zu sehen. Dann können Sie die Hunde gleich bei der Arbeit sehen.

Zudem gilt es vor dem Kauf eines Labrador die Frage zu beantworten, ob diese Hunderasse mit ihrem anspruchsvollem Wesen und seinen Rassetypischen Verhaltensweisen (zum Beispiel hoher Bewegungsdrang) ihre Erwartungen an einen Hund erfüllt.

Welcher Labrador soll es denn sein?

Ein Labrador kostet aktuell zwischen 1.000,- und 1.300,- Euro. Dabei ist es oft egal, ob der Hund Papiere hat oder nicht. Der Preis alleine sagt nichts über die Qualität des Welpen aus. Ältere Hunde aus dem Tierheim sind in der Regel günstiger, jedoch sollten Sie die folgenden Infos in Erwägung ziehen.

Welpe oder älterer Hund?

Labrador - vor dem KaufVor dem Kauf eines Hundes stellt sich immer auch die Frage, ob man eine Welpen bei einem Züchter kauft oder ob man einen älteren Hund in einem Tierheim erwirbt. Ein Welpe muss immer erst zur Stubenreinheit erzogen werden. Die ganze Hundeerziehung liegt noch vor ihm. Nach der Stubenreinheit folgt der Zahnwechsel, während dessen junge Hunde alles ankauen und zerbeissen, was in ihr Maul kommt. Das ist aber Teil der Welpenentwicklung. Der Vorteil bei einem Welpen ist, dass Sie ihn durch ihre Erziehung an ihre Gemeinschaft gewöhnen und prägen können und dass er ihre Regeln kennen lernt. Sie bestimmen die Spielregeln und passen ihn an sein zukünftiges Umfeld an.

Bei einem älteren Hund, zum Beispiel aus einem Tierheim, ist das nicht mehr so einfach. Auch ist für eine „Umerziehung“ mehr Druck erforderlich als bei einem Welpen.

Wenn der Hund im Welpenalter eine gute Prägung erhalten hat und entsprechend sozialisiert wurde, geht die Übernahme schon leichter. Insbesondere, wenn er seine Pubertät, die zwischen dem 7. und 11. Lebensmonat stattfindet und die ungefähr zwei Monate dauert, hinter sich hat.

Hündin oder Rüde?

rüde-und-hündin-labradorLabrador Hündinnen sind meistens etwas kleiner (1-2 Zentimeter) und feingliedriger als die Rüden. Letztere sind wiederum kompakter, haben eine breiteren und größeren Schädel und eine tiefere Brust als die weiblichen Labradore. Rüden brauchen oft ein bisschen mehr erzieherische Konsequenz, besonders, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind.

Aber auch bei Hündinnen können sich vor, während und einige Wochen nach ihrer Läufigkeit Änderungen im Verhalten bemerkbar machen, die Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme beim Halter erfordern. Die Läufigkeit tritt zweimal im Jahr auf und dauert dann ungefähr drei Wochen. Im Alter von 8 bis 10 Monaten werden sie erstmals läufig und damit sexuell aktiv. Bei manchen Hündinnen dauert es aber auch bis zum zweiten Lebensjahr.

Rüden sind das ganze Jahr fortplanzungsbereit und daher immer, aber unterschiedlich, an Hündinnen interessiert. Bei Rüden erkennen Sie die sexuelle Reife darin, dass er beim Pinkeln das Bein hebt und sich nicht wie eine Hündin hinhockt. Damit beginnt das sogenannte Markierungsverhalten. In der Regel setzt es zwischen dem 9.und 11. Monat ein. Das Zügeln von Rüden erfordert mehr Konsequenz und  Führung.

Prinzipiell sind Labradors verträglich, Rüden neigen aber unter Geschlechtsgenossen eher zum Imponiergehabe als Weibchen. Hündinnen haben untereinander wenig Probleme. Bei beiden Geschlechtern gibt es weiche, als auch hartgesottene Hunde. Rüden sind kräftiger und etwas größer als Hündinnen.

Weitere Fragen bei der Entscheidung zum Kauf eines Labrador finden Sie auf diesen Unterseiten:

Passt ein Labrador zu mir?

Einen Züchter suchen

Übersicht über Labradorzüchter in Deutschland

Wenn Sie Ihren Welpen gefunden haben,  zieht dieser frühestens acht Wochen nach der Geburt bei Ihnen ein. Weiteren Infos finden Sie auf der Seite Die ersten Tage zuhause.