Vom Welpen zum Hund

Die Entwicklung vom Welpen zum Hund kann man in verschiedene Phasen unterteilen. In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Lebensanschnitte, vergleichbar mit denen des Menschen angegeben. Sie sehen auf einen Blick ein Hundeleben. Welche Entwicklung der Labrador durchmacht und worauf zunächst der Labradorzüchter und später Sie als Hundehalter achten sollten.


 1. - 4. Woche5. - 8. Woche9. - 24. Wocheab 9 Monatenab 3 Jahrenab 10 Jahren
Stadium"Neugeborenes""Baby""Kind""Jugendlicher""Erwachsener""Rentner"
EntwicklungNach der Geburt sind die Welpen recht hilflos. Sie geben Fiepgeräusche oder leises Murren von sich. Nach ca. 14 Tagen öfffnen Sie erstmals die Augen und reagieren jetzt auf Geräusche.Der Welpe wird immer aktiver und beginnt seine Umgebung zu erkunden. Lernen erfolgt über Spielen mit Geschwistern und Muttertier. Es zeigen sich Elemente aus dem Aggressions- und Angstverhalten.Der Welpe verlässt sein Rudel und lernt andere Menschen kennen. Jetzt ist die entscheidende Zeit, alles zu lernen, was er für sein Leben in der neuen Famile braucht. Er ist sehr lernbereit und Neuem gegenüber aufgeschlossen.Aus dem kleinen Welpen ist ein großer Hund geworden. Er kommt jetzt in die Pupertät. Der Hormonhaushalt ändert sich und die Geschlechtsreife setzt ein. Wie ein halbstarker testet er seine Grenzen aus.Der Labrador ist nun Erwachsen und hat seine eigene Persönlichkeit mit Ecken und Kanten entwickelt. Änderungen an seinem Verhalten sind kaum noch zu machen.Im Rentenalter und Herbst des Lebens lässt die köperliche Leistungsfähigkeit immer mehr nach. Er reagiert langsamer und träger und schläft viel.
Aufgaben
Züchter
Das Wohl der Hündin ist ganz wichtig. Der Züchter muss darauf achten, dass sie genug Milch für die Welpen hat, dass sich die Zitzen nicht entzünden und die Wurfbox sauber und trocken ist. Die Welpen werden regelmäßig gewogen und gestreichelt, damit sie sich an Menschen gewöhnen.Die Welpen müssen Erfahrungen in ihrer Umwelt sammeln. Dazu gehören das Erlernen unterschiedlicher Geräusche, der Kontakt zu anderen Menschen und Tieren. Kurzum: eine Vorbereitung auf das kommende Leben geben.----
Aufgaben
Hundehalter
-Besuchen Sie schon mal den Welpen beim Züchter und nehmen Kontakt zu ihm auf. So kann er sich schon langsam an sie gewöhnen.Die wichtigste Aufgabe in den ersten Wochen ist der Aufbau von Vertrauen. Der Welpe braucht nach der Trennung in der neuen Umgebung Zuwendung und Unterstützung. Die Grundlagen der Hundeerziehung werden gelegt. Wie bei Menschen braucht es schon mal starke Nerven. Haben Sie Geduld mit ihm, bleiben Sie konsequent. Auch wenn er nicht wie gewohnt gehorcht oder die Ausführung ihrer Befehle länger brauchen. Das geht wieder vorbei.Wenn Sie bis jetzt viel Zeit und Geduld in die Ausbildung des Labrador gesteckt haben, ernten Sie nun die Resultate. Sie haben einen verlässlichen Partner an Ihrer Seite, der mit Ihnen durch Dick und dünn geht.Im Seniorenalter lässt das Gehör langsam nach. Er wird vielleicht nicht mehr sofort reagieren, wenn Sie etwas sagen. Auch seine Knochen könnten Schmerzen, weshalb er sich langsamer bewegt. Verlangen Sie nicht zu viel von ihm. Nachdem er ihnen jahrelang ein treuer Begleiter war, hat er jetzt die Ruhe verdient.