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Fellpflege Labrador – Krallenpflege

Labrador im Badezimmer bei der Körper-- und FellpflegeAufgrund der kurzen Beharrung ist die Köper und Fellpflege des Labrador Retriever nicht besonders aufwendig oder kompliziert. Die Pflege muss aber regelmäßig erfolgen, damit ihr Hund und sein Immunsystem in Form bleiben.

Bei der Pflege der Labrador Welpen können Sie durch Bürsten auch den Körper des Kunden aus Zecken oder Veränderungen und gleichzeitig Vertrauen aufbauen und die Bindung zu ihm stärken.

Nicht zuletzt macht das Baden und die Fellpflege sowohl dem Labi als auch dem Hundehalter eine Menge Spaß. Benutzen Sie am besten Hundeshampoo.

Körper- und Fellpflege für den Hund

Die Fellpflege

Das Fell des Labrador ist mit einer dichten Unterwolle ausgestattet, die ihn effektiv vor Kälte und Nässe schützt. Es hat sogar eine gewisse Selbstreinigungskraft.

Schlamm und Drecken fallen nach dem Trocken zum Großteil wieder ab. Und der Rest lässt sich auch meist gut ausbürsten.

Nehmen Sie auf Ausflügen oder Spaziergängen am besten eine Hundetasche inkl. Hundebürste mit.

Am besten verwenden Sie zur Fellpflege eine Drahtbürste mit Noppen und einem Gummistriegel oder alternativ einen Handschuh mit Gumminoppen. Damit massieren Sie nicht nur die Haut des Hundes, sondern entfernen in einem Arbeitsgang auch gleich noch tote Haare aus dem Fell.

labrador-fellpflege-buersteAuch wenn der Labrabor zu den kurzhaarigen Hunden gehört, verliert er täglich Haare. Während des Fellwechsel auch mehr, so dass sich ganze Wollmäuse sammeln können. Um das Haarwachstum zu stimulieren, können Sie ihn mit einer Naturhaarbürste pflegen und mit einem Baumwollhandtuch oder Frottierhandtuch kräftig abrubbeln.

Bei richtiger Ernährung des Labrador und damit mit einer ausgewogenen und ausreichenden Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen, bleibt das Fell bis ins hohe Alter glänzend und im Winter mit einer flauschigen Unterwolle ausgestattet.

Den Labrador baden

Der Labi ist bekanntlich eine echte Wasserratte, was seiner Natur als Jagdhund entspricht. Sein Fell ist von Natur aus wasserabwesend und imprägniert. Sie sollten generell auf Badezusätze verzichten. Wenn  ihr Hund aber stinkt, weil er sich draußen im Dreck gesuhlt hat, können Sie natürlich spezielles Hundeshampoo verwenden. Im Garten können Sie ihn auch mit einem Gartenschlauch abspritzen, sparen Sie aber die Augen und Ohren aus. Das Schaumbad wie im Bild oben sollte aber die Ausnahme bleiben.

Auch wenn er im Meer gebadet hat, sollten sie das Salz mit lauwarmen Wasser auswaschen und nur im Notfall auf Hundeshampoo zurückgreifen. Andernfalls verliert das Fell die schützende Imprägnierung und die Immunabwehr des Labrador wird unnötig geschwächt.

Die Ohrenpflege

Der Labi hat sogenannte Hängeohren. Diese sind empfindlicher als stehende Ohren von anderen Hunderassen. Die meisten Labradore haben keine Probleme mit den Ohren, einige Hunde sind aber anfällig. Halten Sie die Ohren möglichst sauber und achten Sie darauf, dass diese nicht gerötet sind.

Belege entfernen Sie einmal wöchentlich vorsichtig mit einem weichen und feuchten Tuch oder Wattepad.

Aber nur den äußeren Gehörgang, nicht den Inneren. Q-Tipps sind tabu. Die Gefahr, dabei den Vierbeiner zu verletzten, ist zu groß.

Sie können auch einen speziellen Ohrreiniger verwenden.

Da viele Labradore sich nicht mit schwimmen begnügen, sondern gerne auch tauchen, sollten Sie nach dem Badevergnügen die Ohren äußerlich trocken tupfen. sonst besteht die Gefahr einer Mittelohrentzündung.

Hält der Labrardor den Kopf häufig schief oder schüttelt ihn, kann das ein Zeichen sein, dass mit den Ohren etwas nicht stimmt. Auch vermehrtes bräunliches Sekret im Ohr kann ein Zeichen für eine Erkrankung sein.  Gehen Sie zum Tierarzt, wenn sie sich nicht sicher sind. Wenn ihr Hund jault, wenn Sie sein Ohr anfassen oder wenn es im Ohr unangenehm riecht, sollten Sie ebenfalls den Tierarzt aufsuchen.

Weitere infos zur Ohrenerkrankungen beim Hund finden Sie z.b. in diesem Artikel: http://www.lumpi4.de/2013/08/wer-nicht-hoeren-will-koennte-ohrenprobleme-haben/

Die Gebisspflege

labrador-zahnpflegeUngefähr im vierten Monat setzt der Gebisswechsel beim Labrador Welpen ein. Kontrollieren Sie ab der Zeit regelmäßig das Gebiss des Hundes. Es hat im Welpenalter 28 Zähne, wenn nach sieben Monaten die hinteren Backenzähne durchstoßen, sind es 42 Zähne. Es kann sein, dass ein Milchzahn nicht ausfällt oder ein bleibender Zahn zerbricht. Gehen Sie dann zum Tierarzt.

Wenn das richtige Gebiss da ist, geben Sie dem Labi mehrmals pro Woche etwas zum kauen. Es gibt dafür zum Beispiel spezielle Kauknochen. Für Welpen gibt es Pansenstangen, für erwachsene Hunde Ochsenziemer oder ähnliches. Sie sollten nach Möglichkeit schon den Welpen regelmäßig etwas Hartes zum Kauen geben, damit er sich daran gewöhnt.

Mit großen Knochen (Rinderknochen oder Kalbsknochen) zum Abnagen kann man auch die Zahnpflege beim Hund unterstützen. Achten Sie aber darauf, ob der Labrador von den Knoche kein Durchfall oder Verstopfung bekommt. Der Hund sollte auch nicht zu viel vom Knochen an sich fressen. Das regelmäßige Kauen reinigt die Zähne und vermindert die Bildung von Zahnstein.

Hat der Hund dicke Zahnsteinbelege, müssen sie diese vom Tierarzt entfernen lassen. Andernfalls können sich schmerzhafte Zahnfleisch- oder Wurzelentzündungen sowie Parodontose bilden.

Im Alter kann es sein, dass der Nagetrieb des Hundes nachlässt. Dann ist eine Hundezahnpflege notwendig. Dazu gibt es spezielle Hundezahnbürsten und Hundezahnpasta, die gegen Plaque-Bildung schützen.

Die Augenpflege

Gesunde Augen brauchen kaum Pflege. Sie können das unterstützen, indem Sie ihren Labrador vor Zugluft schützen. Achten Sie auch im Auto auf geschlossene Fenster oder dass die Klimaanlage ihm nicht direkt ins Gesicht bläst. So vermindern Sie die Wahrscheinlichkeit einer Bindehautentzündung.

Morgens kann mal weißliches Sekret in den Augen sein. Das ist harmlos und kann mit einem weichen Tuch oder Wattepad entfernt werden. Wenn das Sekret eher gelblich oder eitrig ist oder wenn die Bindehaut im Auge gerötet ist, kann ein Fremdkörper im Auge sein oder es handelt sich um eine bakterielle oder virale Infektion. Gehen Sie im Zweifelsfall zum Tierarzt.

Die Krallenpflege

Achten Sie darauf, dass die Krallen, insbesondere die Daumenkrallen, nicht zu lang werden. Wenn die Krallen im Stehen den Boden nicht berühren, haben sie die richtige Länge. Es besteht Verletzungsgefahr durch einwachsen, splittern oder Spreizzehen, weil ihr Labrador die Pfote falsch belastet. Für die Krallenpflege gibt es spezielle Krallenzangen, mit denen Sie die Hornhaut zurückschneiden können. Bei hellen Krallen erkennt man gut die Blutgefäße, bei dunklen Krallen leider nicht. Wenn Sie Angst haben, den Hund zu verletzen, lassen Sie den Tierarzt ran.

In der Regel nutzen sich die Krallen selber ab, beispielsweise durch Laufen auf rauem Untergrund wie Asphalt.

Pfotenpflege im Winter

Im Winter brauchen die Ballen an der Pfote etwas Pflege. Wenn sie über gestreute Wege (Streusalz) gelaufen sind, waschen Sie nach dem heimkehren gut mit lauwarmen Wasser ab. Rissige Ballen versorgen Sie mit etwas Pfotencreme oder Hirschtalg. Die Zehenzwischenräume können Sie trockentupfen und auch eincremen.

Vorsorgend können Sie auch mit Melkfett die Pfoten vor dem Winterspaziergang eincremen. Machen Sie das aber direkt bevor Sie das Haus verlassen. Wie schon erwähnt, sind Labradore Vielfresser und er könnte das Fett sonst direkt wieder ablecken.

Vermeiden Sie aber zu häufigen Einsatz von Cremes, da diese die Pfote aufweichen und damit die Empfindlichkeit erhöhen können.