Befall durch Parasiten

Man unterscheidet beim Befall durch Parasiten grundsätzlich zwei Arten. Zum Einen die Ektoparasiten. Darunter fallen Flöhe, Läuse, Zecken und Haarlinge. Zum anderen gibt es Endoparasiten wie die weit verbreiteten Bandwürmer und Spulwürmer (Gruppe der Rundwürmer).

Ektoparasiten (Flöhe, Läuse, Haarlinge)

Von Ektoparasiten spricht man bei einen Befall durch Flöhe, Läuse und Haarlinge.

Man unterscheidet hier die Stechlaus (auch Hunde-Laus genannt) und die Beißlaus (auch Hunde Haarling genannt).

Flöhe und Stechläuse saugen das Blut des Hundes, die Beißlaus ernährt sich von den Hautschuppen des Tieres.

Lassen die Befall immer von Tierarzt abklären.

Behandlung

Behandelt werden Läuse und Haarlinge, die sich im Fell des Labrador aufhalten, in der Regel durch insektentötende Badezusätze. Beim Befall durch Flöhe reicht das Bad alleine nicht aus. Hier muss auch sein Schlafplatz und die Räume, in denen sich der Hund aufgehalten hat, gereinigt werden. Denn Flöhe gehen nur zum Blutsaugen auf den Hund, halten sich ansonsten aber immer gerne in seiner trockenen Umgebung auf.

Kleine, schwarze Kugeln (Flohkot) auf der Haut des Labrador, die sich mit etwas Wasser zu einer blutähnlichen Flüssigkeit zerreiben lassen, sind ein Hinweis auf möglichen Befall von Läusen.

Kleine, weiße Schuppen (Nissen, Floheier),  sind ebenfalls ein ernster Hinweis auf Flohbefall.

Führen Sie auch eine Entwurmung durch, denn Flöhe und Haarlinge können den auch auf Menschen übertragbaren Kürbiskern-Bandwurm übertragen.

Fragen Sie auf jeden Fall ihren Tierarzt nach der richtigen Behandlungsmethode. Insbesondere Flohbefall muss behandelt werden, ansonsten kann der Labrador an einer kritischen Flohstich-Allergie erkranken.

Zecken treten besonders zu Anfang des Frühling und im beginnenden Herbst auf. Zecken (http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken) zählen zur Gruppe der Spinnentiere. Am häufigsten sind Hunde durch den Holzbock (Ixodes ricinus) betroffen. Er gehört in Deutschland zur häufigsten Zeckenart.

Gerade für Jagdhunde wie dem Labrador besteht eine größere Ansteckungsgefahr. Der Holzbock gilt aus Hauptüberträger von Borrelien. Das sind schwerwiegende Infektionserkrankungen, die von Lähmungserscheinungen begleitet sind. Das eine Impfung gegen Zecken ein wirksamer Schutz ist, ist ein weit verbreiteter Irrtum, Die Wirkung einer Impfung gegen Zecken ist nur gering. Daneben auch von FSME-Viren, die in seltenen Fällen beim Hund eine Hirnhautentzündung auslösen können. Weitere Erkrankungen können durch Bakterien ausgelöst werden.

Erwähnung finden sollten noch weitere Zecken, die durch die Klimaerwährung und Massentourismus auf dem Vormarsch sind. Das sind die Auwaldzecke und die Braune-Hundezecke. Beide können gefährliche Erreger wie Ehrlichien und Babesien auf den Hund übertragen.

Parasitenabwehr

Die beste Behandlungsmethode bei Befall durch Parasiten ist, diesen gar nicht erst zuzulassen.  Dazu gibt es im Fachhandel sogenannten spot-on-Präparate, die in kurzen Intervallen (2-3 Mal pro Quartal) auf die Haut des Hundes aufgeträufelt werden.

Daneben gibt es Halsbänder, die eine effektive Parasitenabwehr unterstützen. Der Hund sollte diese aber nicht im Wasser tragen, was bei einem Wasserfanatiker wie dem Labrador eine lästige Aufgabe ist.

Die Manuelle Behandlung in Form von Auskämmen gelingt nur, wenn nur wenige Parasiten den Labrador befallen haben. Die Gefahr, einige der unliebsamen „Gäste“ zu übersehen, ist zu groß.

Es stellt keine echte Parasitenabwehr dar sondern lindert nur kurzfristig die Symptome. Insbesondere bei Zeckenbefall gilt der Grundsatz:

Zecken so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange entfernen.

Direkt nach dem Zeckenbiss beginnt die Übertragung der Erreger. Die Borrelien sitzen tiefer im Darm der Zecke, daher benötigen sie 12 bis 24 Stunden bis zur Infektion des Hundes.

Von alternativen Methoden wie Knoblauchpräparaten ist aufgrund von Gesundheitsgefahren für den Hund abzuraten. Auch ätherische Öle, Kräuter o.ä. Produkte haben kaum messbare Wirkungen.

Endoparasiten (Bandwürmer, Spülwürmer)

Von Endoparasiten spricht man beim Befall von Bandwürmer, Rundwürmer oder Spülwürmer. Die Würmer benutzen den Hund als Wirt und können die Gesundheit des Labrador beeinträchtigen.

Bei den Bandwürmern treten die auch für Menschen gefährlichen Hundebandwürmer und Fuchsbandwürmer am häufigsten in Erscheinung.

Behandlung = Entwurmung

Um den Befall festzustellen, sollten regelmäßig mikroskopische Kotuntersuchungen durchgeführt werden, insbesondere wenn Babys oder Kleinkinder im Haushalt und damit mit dem Labrador zusammen leben. Die Untersuchung zeigt dann, ob eine Entwurmung durchgeführt werden muss.

Vor jeder Impfung muss mindestens 10 Tage vorher eine Entwurmung durchgeführt werden. Zudem sollten alle im Haushalt lebenden Tiere, dass schließt zum Beispiel auch Katzen ein, gleichzeitig entwurmt werden, damit die Tiere sich nicht gegenseitig erneut anstecken.

Die Verabreichung des Wurmmittel ist einfach. Für Hundewelpen werden sie flüssig oder als Paste angeboten. Beides lässt sich einfach ins Hundefutter einrühren. Sollten Sie sich für Tabletten entscheiden, nehmen sie diese zwischen Zeige- und Mittelfinger und legen sie diese tief in das Maul des Labrador, ans Ende der Zuge. Halten Sie dann den Fang solange zu, bis der Hund geschluckt hat. Als Injektion bei schwerem Befall gibt es Entwurmungsmittel nur für den Tierarzt.