Hundegesundheit

Auch wenn der Labrador Retriever eine robuste Hunderasse ist, so kann natürlich auch dieses Tier mal krank werden. Des Weiteren braucht ihr Retriever auch mal eine Impfung. Auf dieser Seite finden Sie alle wesentlichen Informationen, die sie als Hundehalter für einen Labrador Welpen kennen müssen. Durch eine gute Vorsorge können Sie Ihren Labbi möglichst fit halten und Krankheiten vorbeugen.

Tipps – so bleibt ihr Labrador gesund und fit

Ihr erster Besuch beim Tierarzt

Wenn Sie den Welpen ein paar Tage zuhause haben, besuchen Sie zum ersten Mal den Tierarzt. Hier findet in der Regel keine Behandlung statt, sondern der Welpe soll den Arzt positiv kennenlernen und nichts Schlimmes bei einem Arztbesuch entfinden.

Erkältungen

Auch der Labrador kann sich eine Erkältung einfangen. Das kann zum Beispiel nach dem Schwimmen passieren, wenn er sich nicht durch ausreichende Bewegung aufwärmen kann.

Auch bei Minusgraden oder Nässe, wie durch Regen, können Harnwegsinfektionen und Erkältungskrankheiten auftreten. Durch eine ausgewogene und vitaminreiche Hundeernährung, viel Bewegung, gute Körperpflege und evtl. dem Einsatz von bestimmten Heilkräutern können die Abwehrkräfte des Hundes gestärkt werden.

So kann man Erkältungen beim Hund vorbeugen.

Wichtige Impfungen

In der 8.Woche werden die Welpen beim Züchter geimpft. Das umfasst die Impfung gegen Virus-Hepatitis (HCC = Hepatitis contagiosa canis), Staupe (S), Parvovirose (P) und Leptospirose (L). In der 12. Woche wird diese Impfung aufgefrischt. Es erfolgt eine Zusatzimpfung gegen Tollwut. Es gibt Tierärzte, die erst in der 16. Woche gegen Tollwut impfen, was auch OK ist. Gegen Hepatitis (HCC), Staupe und Parvovirose wird in der 16. Woche auch oft zum dritten Mal nachgeimpft, wobei man nach aktuellen Erkenntnissen nach einer Grundimmunisierung des Labrador Welpen egen HCC nicht mehr immunisieren muss.

Vor der Impfung:

Vor einer Impfung sollte der Hund nicht gefüttert werden, gehen Sie also nüchtern mit ihm zum Tierarzt. Ebenfalls sollten Sie starke Anstrengen für den Hund unmittelbar vor und nach der Impfung vermeiden. Aufgrund des Stresses erbrechen trozdem einige Labrador Retriever nach der Impfung. Nehmen Sie daher für den Fall der Fälle ein Handtuch mit ins Auto, wenn sie zur Impfung fahren.

Auffrisch-Impfungen:

Nach Ende des ersten Lebensjahres ist eine Auffrischung der fünf Impfungen erforderlich. Die Impfung gegen Tollwut muss alle drei Jahre wiederholt werden, die anderen Impfungen meist jährlich, es reicht aber auch eine 2-jährige Auffrischung. Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt darüber, was er für sinnvoll hält. Nach der neuen offiziellen Impfempfehlung des Deutschen Tierärzteverbandes (BPT) werden Nachinjektionen im Abstand von drei Jahren angeraten.

Es gibt die Empfehlung, zehn Tage vor jeder Impfung eine Wurmkur durchzuführen, denn die körperliche Verfassung des Hundes zum Zeitpunkt der Impfung hat Einfluss auf die Bildung von Antikörpern und somit auf einen ausreichenden Impfschutz.

Vor Reisen mit dem Hund ins Ausland oder vor Prüfungen und Aussstellungen sollten Sie sich nach vorgeschriebenen Impfungen informieren und die entsprechenden Papiere, bzw. den Impfausweis, bei sich haben.

In einigen Fällen, wenn der Welpe aus einer großen Zuchtanlage kommt, ist eine Impfung gegen Zwingerhusten zu empfehlen. Aber nicht jeder Impfung ist auch sinnvoll. Die gegen Borreliose (beim Zeckenbiss), ist laut einigen Fachleuten nicht empfehlenswert, denn daran erkranken nur die wenigsten Hunde.

Entwurmen

Eine typische Erkrankung bei Hunden ist der Befall von verschiedenen Würmern.

Darunter fallen Hakenwürmer, Spülwürmer oder die bekannten Bandwürmer.

Der Wurmbefall ist für den Labrador Retriever gesundheitsschädlich und beim Spülwurm ist sogar eine Übertragung auf den Menschen möglich. Durch das regelmäßige Entwurmen beugt man dem Wurmbefall vor.

Die Labrador Welpen werden beim Züchter regelmäßig entwurmt.Bei Züchtern von VDH-Verbänden sind vier Entwurmungen Pflicht. Die Wurmkur sollte im Vorfeld einer fälligen Impfung erfolgen.

Zwei Wurmkuren sind bis zum 6. Lebensmonat fällig, dann folgen halbjährliche Wurmkuren. Wenn Kleinkinder in Ihrem Haushalt leben, empfiehlt sich eine vierteljährliche Wurmkur.

Befall von Zecken und Flöhe

Wenn Sie eine Zecke im Fell des Labrador entdecken, drehen Sie diese mit einer Zeckenzange heraus. Beim Tierarzt bekommt man auch sogenannte Spot-on Präparte zur Vorbeugung. Diese Lösung wird dann auf die Haut geträuftelt. Ziehen Sie das Fell mit zwei Fingern auseinander.

Häufiges Kratzen kann auf einen Flohbefall hindeuten. Suchen Sie die Haut nach kleinen, schwarzen Krümeln ab. Das ist der Flohkot im Fell und ein sicherer Hinweis auf einen Befall von Flöhen. Falls ein starker Befall vorliegt, behandeln Sie den Hund und seine Umgebung. Flöhe übertragen häufig auch Bandwürmer. Führen Sie beim Flohbefall daher auch eine Entwurmung durch.

Weitere Informationen zum Befall von Parasiten finden Sie hier.

Durchfall und Erbrechen

Wenn ihr Labrador ansich gesund und munter ist und einmal erbricht, ist das erst einmal nicht schlimm. Erbricht er mehrfach hintereinander und hat evtl. noch Durchfall, suchen Sie einen Tierarzt auf. Insbesondere Labrador Welpen leiden schnell unter Flüssigkeitsverlust. Hat der Hund Durchfall, legen Sie zunächst einen Fastentag ein. Dann füttern Sie zunächst Schonkost, zum Beispiel ein gekochtes Hühnchen, Reis, Magerquark, usw. Geben Sie ihm zunächst auch kleinere Portionen, als er es vielleicht gewohnt ist. Haben Sie den Eindruck, dass es dem Labbi nicht gut geht und er evtl. Schleim oder Blut zusammen mit dem Kot ausscheidet, gehen Sie zum Tierarzt.

Lahmen und Humpeln

Der Labrador liebt Bewegung. Dabei kann er sich schon mal eine Verletzung wie eine Zerrung zuziehen. Wenn der Hund dann lahmt, schonen Sie ihn zunächst ein paar Tage. Vermeiden sie rumtoben und springen. Verschwindet die Verletzung nicht in wenigen Tagen bzw. Tritt keine Besserung ein, gehen Sie bitte zum Tierarzt.

Trändende Augen, Bindehautentzündung

Eine typische Erkrankung von Welpen ist die Bindehautentzündung bzw. tränende Augen. Der Fachausdruck dafür ist ‚Konjunktivitis follilularis‘. Sie sind eine Überreaktion des sich entwickelnden Immunsystems. Zu erkennen ist das an Follikeln (kleine Bläschen) am Augenlid. Ihr Tierarzt wird Ihnen Augentropfen verschreiben. Ist der Hund dem Junghundstadium entwachsen, tritt diese Erkrankung in der Regel nicht mehr auf.

Allergien

Allergien sind nicht nur für viel Hundehalter eine Plage, auch der Labrador neigt zu Allergien. Das kann zum Beispiel eine Futtermittelallergie oder Pollenallergie sein. Man erkennt eine Allergie beim Hund an Ausschlägen, Unregelmäßigkeiten auf der Haut, häufiges Kratzen, aber auch eitrige Entzündungen der Ohren oder der Bindehaut im Auge. Auch Durchfall und das nicht zunehmen kann auf eine Allergie beim Hund hindeuten.

Eine gute Übersicht über weitere Erkrankungen beim Hund findet man auf focus.de unter dieser Adresse: http://www.focus.de/wissen/natur/hunde/krankheiten/.