Hundeernährung

Die Hundeernährung hat natürlich auch einen großen Einfluss auf dem Gesundheit des Hundes.

Ein Welpe macht in seinem ersten Lebensjahr in etwa die gleiche Entwicklung durch, wie ein Mensch in den ersten 15 Jahren.

Muskelaufbau, Knochengerüst und die inneren Organe brauchen daher viel und gute Energie. An Kosten für die Ernährung können sie für einem Labrador mit 50,- bis 100,- Euro pro Monat rechnen, abhängig von Art und Qualität des Hundefutters.

Labradore fressen gern und viel. Achten Sei bei der Ernährung darauf, dass er kein Überwicht bekommt und eine gute Figur behält. Übergewicht schadet der Gesundheit ihres Hundes, wie auch beim Menschen.

Behalten Sie die Figur im Auge und bleiben Sie konsequent, auch wenn ihr Labi sie noch so süß anschaut, ihnen die Pfote entgegenstreckt oder seinen Kopf auf ihr Bein legt. Sie tun ihm lanfristig keinen Gefallen damit.

Verwenden Sie nur Artgerechte Leckerlie (keine Schokolade oder ähnliches) und ziehen Sie die Belohnung von normalen Futter ab.

Labrador Hündin mit Übergewicht

7-jährige Labrador Hündin mit Übergewicht.

Viele Hundebesitzer füttern ihre Hunde mit Essensresten. Unser Essen ist für Vierbeiner meistens nicht geeignet, zum Beispiel ist es für einen Hund zu stark gewürzt.

Sie können einem Hund durchaus mal ein paar Nudeln geben, auch Obst, ein Ei oder Hüttenkäse sind zwischendurch kein Problem. Am besten geben Sie Ihrem Labrador richtiges Hundefutter.

Mengenangaben bei Hundefutter

Insbesondere der Labrador neigt leicht zu Übergewicht. Die zusätzlichen Kilos belasten Kreislauf, Herz und Gelenke.

Die Mengenangaben auf den Futterpackungen sind oft zu großzügig bemessen. Orientieren Sie sich bei der Dosierungsempfehlung an Mittelgroße Hunde, nicht an große.

So sollte der Labrador sein Idealgewicht halten. Betrachten Sie das als Anhaltspunkte, den jeder Hund verwertet das Futter anders. Es gibt auch die Faustformel 15-20 g pro kg Hund pro Tag.

Auch das Endgewicht einer Rasse gibt keinen richtigen Anhaltspunkt. Labradore mit schwerem Körperbau können 36 kg wiegen, bei leichtem Körperbau auch nur 26 kg. Fahren Sie mit der Hand über die Flanke des Vierbeiners. Wenn Sie die Rippen ohne Druck spüren können, hat er das richtige Gewicht. Am Ende dieser Seite finden Sie wichtige Fütterungsregeln zusammengefasst.

Körpergewichtentwicklung in kg

Die folgende Tabelle zeigt die normale Entwicklung des Körpergewichts für eine Labrador Hündin und einen Rüden in der jeweiligen Lebenswoche. Bis zur 24. Woche legt eine Labrador im Schnitt ein Kilogramm pro Woche zu.

Alter in WochenRüdeHündin
86 - 85 - 6
1210 - 129 - 10
2422 - 2520 - 23
5228 - 3424 - 30

Knochenfütterung

Wenn Sie Fleischknochen verfüttern möchten, dann immer im rohen Zustand. Das kann ihr Labrador besser verdauen. Niemals Schweineknochen. Geeignet sind vor allem Kalbsknochen, Rindermarkknochen, Rinderkehlköpfe und längs aufgeschnittene Luftröhren. Geben Sie nicht zu große Mengen, da sich der Verdauungstrakt erst daran gewöhnen muss.

Nach dem Verzehr eines Knochen wir der Hund meistens durstig sein. Sorgen Sie für ausreichend Trinkwasser.

Diät für den Hund

Falls ihr Labrador doch mal etwas Übergewicht hat, reduzieren Sie seine Futterration geringfügig. Jeden Tag ein paar Kalorien weniger und in wenigen Wochen hat der Hund wieder sein Idealgewicht erreicht.

Vermeiden Sie eine Crash-Diät, denn die führt eher zu schwindenden Muskeln.

Wenn Sie Fertigfutter verwenden, setzen sie auf eines mit reduziertem Fett und erhöhten Rohfaseranteilen.

Zusäztliche Bewegung erhöht den Erfolg. Im Prinzip ist es wie beim Menschen: Weniger Fett, mehr Bewegung, schon purzeln die Pfunde.

Bei einer Diät aufgrund von starkem Übergwicht oder aus medizinischen Gründen, konsultieren Sie vorher unbedingt ihren Tierarzt.

Fütterungsverbot für diese Produkte

Die folgenden Lebensmittel dürfen Sie Ihrem Labrador nicht verabreichen:

  • Rohes Schweinefleisch – es kann die für Hunde tödlichen Aujesky-Viren (Pseudowuterreger) enthalten. Zum Schutz hilft nur Erhitzen bei über 98 °C, mindestens fünf Minuten lang.
  • Rohes Getreide und Gemüse – keine rohen Kartoffeln, Kohlpflanzen, Hülsenfrüchte oder Getreide geben. Sie sind für Hunde bestenfalls unverdaulich, evtl. sogar giftig.
  • Zwiebeln, Knoblauch – führen beim Hund zu Blutarmut
  • Schokolade – kann tödlich wirken
  • Milch – kann in größeren Mengen zu Durchfall führen
  • Eiklar – rohes Eiweiß kann zu einer Biotin-Resorptionsstörung führen
  • Weintrauben, Rosinen – können zu Vergiftungen führen
  • Gekochte Knochen – das Kochen verändert die Knochenstruktur und macht sie schwer verdaulich. Es kann zu lebensbedrohlichen Knochenkot Anschoppungen führen.

Machen Sie auch Kindern klar, dass Schokolade nichts für einen Hund ist.

Wichtige Fütterungsregeln in der Übersicht

  • Feste Futterzeiten – Geben Sie Ihrem Hund das Futter zu festen Zeiten. In den ersten 6 Lebensmonaten 3-4 Mahlzeiten, Erwachsene Hunde 2 Mahlzeiten, jeweils morgens und abends.
  • Keine Selbstbedienung – Überlassen Sie einen Hund nicht Futter im Napf, so dass er sich selber über den ganzen Tag bedienen kann.
  • Wasser bereitstellen – Wasser hingegen muss immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
  • 10-Minuten Futterzeit – Was der Labrador nach 10 Minuten noch nicht gegessen hat, nehmen Sie wieder weg.
  • Trockenfutter anweichen – Einige Hunde essen Trockenfutter lieber mit etwas warmen Wasser. Probieren Sie aus, was ihrem Hund besser schmeckt.
  • Welpen-Trockenfutter – Für Welpen lassen Sie Trockenfutter in der ersten Zeit mit warmen Wasser etwas anweichen, ca. 10 Minuten.
  • Zimmertemperatur – Das Futter sollte immer Zimmertemperatur haben, kein warmes/Heißes Essen, auch nichts Kaltes aus dem Kühlschrank.
  • Verdauungszeit – Geben Sie dem Hund eine Stunde nach dem Essen Zeit zum verdauen. In dieser Zeit sollte er nicht toben, sonst kann es zu einer Magenverdrehung kommen.
  • Gemüse und Obst pürieren – Nur wenn Sie gereichtes Obst und Gemüse mit dem Mixer fein pürieren, kann der Darmtrakt des Hundes die Nährstoffe verarbeiten.
  • Reste nicht verwerten – Was der Hund nicht gegessen hat, nicht noch einmal anbieten. In dem Essen können sich schnell Bakterien vermehren.
  • Langsame Ernährungsumstellungen – Wenn Sie die Futtergewohnheiten ändern, tun sie dies sehr langsam. Die beteiligten Organe können sich nur langsam umstellen. Sonst führt das zu Magen-Darm-Problemen.
  • Fütterungsverbot – Achten Sie auf Produkte, die der Labrador nicht fressen darf. Achten Sie darauf, dass z.b. Schokolade nicht auf dem Tisch rumliegt. Schulen Sie Ihren Kinder darin.